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Fallbeispiele der Riester Rente

Ein alleinstehender Arbeitnehmer mit einem 12 Jährigen Kind, dass Anspruch auf Kindergeld hat verfügt über ein Bruttojahreseinkommen von 30.000 Euro. Er muss 1.200 Euro im Folgejahr in die Riester Rente einzahlen, um die volle Förderung vom Staat zu erhalten. Der Staat leistet in diesem Fall eine Grundzulage von 154 Euro plus 185 Euro für den Sohn. Somit verringert sich sein Eigenanteil auf 861 Euro pro Jahr, sprich 71,75 Euro pro Monat. Diesen Betrag muss der Vater von seinem Nettoeinkommen in die Riester Rente beisteuern.
Hier ein Beispiel zur Riester Rente fast zum Nulltarif:

Eine Angestellte Dame arbeitet für ein Bruttoeinkommen von 12.800 Euro im Jahr. Sie hat zwei schulpflichtige Kinder im Alter von 14 und 15 Jahren. Für eine volle Förderung müssen 4 %, sprich 512 Euro geleistet werden. Der Anspruch auf die Grundzulage beträgt 154 Euro, der für die Kinder beträgt je 185 Euro. Dies ergibt zusammen 524 Euro. Die Mindestsparleistung wäre in diesem Fall theoretisch allein durch die staatlichen Zulagen gedeckt. Aus diesem Grund hat diese Mutter nur den Sockelbetrag in Höhe von 60 Euro pro Jahr zu leisten. Dann erhält sie eine Förderung von 524 Euro, was insgesamt einen Betrag von 584 Euro ergibt, der ihr zugute fließt. Dieses Modell funktioniert nur solange, solange die Kinder kindergeldberechtigt sind. Nach dem Wegfall der Kinderzuschläge hat diese Dame einen Eigenbetrag in Höhe der weggefallenen Kinderzulagen zu erhöhen, wenn sie die volle Förderung des Staates erhalten möchte.

Hier ein Beispiel zu dem Fall, wenn der Sparer seinen Riester Vertrag vorzeitig förderschädlich kündigen möchte und die Förderung nun zurückzahlen muss: Nach 30 Jahren Vertragslaufzeit kündigt der Kunde seinen Vertrag. Die Grundzulage von 154 Euro hat nach 30 Jahren einen Betrag von 4.620 Euro ergeben. Dieser Betrag wurde selbstverständlich verzinst. Bei 4 % Zinsen nach 30 Jahren entsteht eine Summe von 8.982 Euro. Dass der geförderte Betrag zurückgezahlt werden muss, ist soweit geklärt. Die Zinsen in Höhe von 4.362 Euro darf der Kunde bei Kündigung jedoch behalten. Nicht zu vergessen ist hier die Versteuerung der Zinsen, welche der Kunde selber übernehmen muss.

Hier ein Beispiel, wie sich der steuerliche Vorteil in der Riester Rente bemerkbar macht: Ein alleinstehender Herr ohne Kinder erzielte ein Vorjahresbrutto von 45.000 Euro. Für die volle Förderung muss der Höchstsatz von 4 % geleistet werden, welcher 1.646 Euro bei diesem Einkommen betragen. 137 Euro müssen demzufolge monatlich in den Spartopf eingezahlt werden. Am Ende eines Kalenderjahres kann folgender Betrag als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden: 1.646 Euro / Jahr plus die 154 Euro Grundzulage. Das Finanzamt ermittelt die Steuerersparnis für den Sparer, welche in diesem Beispiel 498 Euro betragen. Der tatsächlich gezahlte Betrag über das Jahr verteilt beträgt demzufolge 1.646 – 498 Euro = 1.148 Euro.

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